Autoklavieren

Einleitung

Autoklavieren ist eines der wichtigsten Verfahren zur Keimabtötung. Besonders im medizinischen Bereich und in der mikrobiologischen, molekularbiologischen Forschung werden wiederverwendbare, temperaturstabile Gerätschaften autoklaviert.

Abbildung 1: Hier gibt es kein Entkommen. (Mit Erlaubnis Joachim Czichos).

 

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob der Verband steril ist, mit dem Sie Ihre Wunden verbinden? Was muß geschehen, um die Baumwolle eines solchen Verbandes von einem mikrobiologisch stark kontaminierten Feld gebrauchsfertig aufzuarbeiten? Sicher müssen neben Reinigungsschritten auch ein Sterilisationsschritt eingeschaltet werden, bevor mit einem solchen Naturprodukt Wunden verbunden werden können.

Ganz so kritisch sind die Anforderungen in mikrobiologischen Schullaboratorien normalerweise nicht. Dennoch stellt das Autoklavierverfahren (121°C, 1 bar Wasserdampfüberdruck, 20 min) einen sehr wichtigen Schritt bei mikrobiologischen und molekularbiologischen Experimenten dar. Mit diesem Verfahren töten Sie alle lebensfähigen Keime und sogar deren Dauerstadien sicher ab. Zusätzlich inaktivieren Sie auf diese Weise eine Reihe von Chemikalien wie z.B. Antibiotika, deren Freisetzung in die Umwelt vermieden werden sollte.