Plasmidisolierung

Zusatzinformationen

Allgemeines | Plasmid pUC18

 

Allgemeines

Der Vector pUC18 ist ein high copy Plasmid. Es werden bis zu 500 Kopien pro Zelle gebildet. Daher können Sie dieses Plasmid auch besonders leicht nachweisen. Dagegen ist pBR322 ein low copy Plasmid, von dem nur etwa 10-20 Kopien pro Zelle gebildet werden. Low copy Plasmide können wichtig werden, wenn toxische Genprodukte kloniert werden sollen, deren Konzentrationen in der Zelle niedrig gehalten werden müssen.

Vectoren sind "getunte" Plasmide, die im Labor für ihre experimentelle Funktion des Gentransports aus natürlich vorkommenden Plasmiden hergestellt wurden. Um ihre Funktion erfüllen zu können, enthalten Vectoren mindestens drei Gene: ein Reportergen, ein Selektionsgen und den oriV. Als Beispiel ist der pUC18 Vector in der nachfolgenden Abbildung gezeigt, mit dem Sie in diesem Experiment arbeiten und der genau diese Voraussage erfüllt.

 

Das Plasmid pUC18

Abbildung 1: Karte des Plasmides pUC18.

 

Erklärungen zur Vectorkarte: Die dicken Pfeile auf dem Kreis stellen die drei Gene dar. Apr ist das Selektionsgen (bla = beta-Lactamase, Ampicillin-Resistenzgen), lacZ das Reportergen (beta-Galaktosidase) und rep ist der oriV, der die Replikation und den Wirtsbereich des Plasmides bestimmt. MCS ist die multiple cloning site, die unter dem Vector vergrößert wiedergegeben ist. In sie kann Fremd-DNA einkloniert werden. Die anderen Abkürzungen sind Bezeichnungen für Restriktionsendonukleasen, die schwarzen Zahlen dahinter geben die Position der Schnittstelle in der Nukleotidsequenz an.

 

Die Nukleotidsequenz des pUC18

finden Sie hier.

Large scale plasmid prep

Eine Methode zur Isolierung von low copy Plasmiden gibt es hier.

 

Ich vermisse noch Zusatzinformationen zu folgenden Stichworten/Gebieten.

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Glossar

Gen

Abschnitt auf einem DNA-Molekül, der die Information für eine Polypeptidkette (Strukturgen), für eine RNA (z.B. rRNA) enthält.

oriV

oriV = Startpunkt für die Replikation (Vervielfältigung) eines Vectors (origin of replication).

Reportergen

Gen, das in Kombination mit anderen Nukleotidsequenzen eine Änderung an einem leicht nachweisbaren Genprodukt vornimmt.

Selektionsgen

das Genprodukt (Enzym) dieses Gens ermöglicht die leichte Nachweisbarkeit von Vectoren (Plasmiden).

Nukleotid

Baustein der Nukleinsäuren, bestehend aus Base, Zucker und Phosphat.